Biogasanlage Kochendorf – Erweiterung der zulässigen Biogasproduktionsmenge um über 30%

Die Biogasanlage in Bad Friedrichshall im Ortsteil Kochendorf, die die KWA Contracting AG bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit dem örtlichen Landwirt Günter Hekler betreibt, hat im Oktober 2025 eine Genehmigung für die Erweiterung der Biogasproduktion erhalten. Diese Genehmigung markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und effizienteren Produktion von Biogas am Standort Kochendorf. Die neue Genehmigung ermöglicht es, die Anlage effizienter zu nutzen und die über eine Biogas-Direktleitung angeschlossenen SLK-Kliniken auch in Zukunft mit noch mehr nachhaltig erzeugter Energie zu versorgen.
Die zentrale Änderung ist die Erweiterung der Menge der zulässigen Biogasproduktion von derzeit 2,3 Mio. Nm³ auf zukünftig bis zu 3,2 Mio. Nm³. Damit einher geht die Erhöhung der Substratzufuhr in die Anlage, um die erhöhte Energieproduktion zu erreichen. Darüber hinaus wird die Anlage mit modernisierter Technologie ausstatten, um die Effizienz zu steigern und den sicheren Weiterbetrieb zu gewährleisten. So werden beispielsweise die Gasspeichersysteme der Anlage durch neue, optimierte Systeme ersetzt. Diese Modernisierungen sorgen dafür, dass die Produktion sicher und nachhaltig gesteigert werden kann.
Die Erhöhung der Produktionsmenge ist aufgrund einer Neuregelung des Baugesetzbuches möglich geworden. Als Konsequenz der Gasmangellage, welche durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine entstanden ist, wurde politisch beschlossen, dass die lokale Erzeugung von Biogas besonders gefördert werden muss. Hierzu wurde es auch landwirtschaftlich privilegierten Biogasanlagen, wie der in Kochendorf, gestattet die Produktionskapazität zu erhöhen, sofern keine neue Versiegelung von Flächen oder bauliche Vergrößerung der Anlage notwendig ist. Diese Neuregelung kann nun durch die erfolgte Änderungsgenehmigung nach §16 BImSchG dauerhaft genutzt werden.
Die KWA Contracting AG bedankt sich bei allen Beteiligten, die bei der Umsetzung der Genehmigung mitgewirkt haben, insbesondere beim Regierungspräsidium Stuttgart für die konstruktive Zusammenarbeit in den letzten Monaten.