Windenergie im Süden braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Vielen Dank an Thorsten Frei für den offenen und konstruktiven Austausch mit SIVENTIS, badenova und KWA zu den Windenergieprojekten Linach und Rappeneck im Schwarzwald.
Von rechts nach links: Nadine Abendschein (SIVENTIS), Michael Klein (badenova), Thorsten Frei (CDU), Benjamin Kienzler (SIVENTIS) und Jochen Link (KWA).
Gerade der Windpark Linach zeigt, wie viel Ausdauer die Entwicklung von Windenergieprojekten erfordert: Nach vielen Jahren Projektentwicklung liegt inzwischen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für drei Windenergieanlagen vor. Nun geht es darum, auch die wirtschaftlichen und regulatorischen Voraussetzungen für die Umsetzung zu schaffen.
Ein zentraler Punkt unseres Gesprächs war die aktuelle Situation süddeutscher Windenergieprojekte in den EEG-Ausschreibungen. Projekte in Baden-Württemberg stehen aufgrund der Topografie, aufwendiger Erschließung, längerer Kabeltrassen und häufig kleinerer Projektstrukturen vor besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen.
Gleichzeitig hat Windenergie im Süden einen hohen Wert für das Energiesystem: Strom wird dort erzeugt, wo große Verbrauchszentren und energieintensive Unternehmen angesiedelt sind. Regionale Erzeugung kann damit einen wichtigen Beitrag zu Versorgungssicherheit, Elektrifizierung und einer leistungsfähigen Wirtschaftsregion leisten.
Umso wichtiger ist es aus unserer Sicht, beim zukünftigen Ausschreibungsdesign nicht ausschließlich die reinen Stromgestehungskosten zu betrachten, sondern auch den Systemwert eines Standortes stärker zu berücksichtigen.
Auch praktische Hemmnisse bei der Realisierung genehmigter Projekte – etwa bei notwendigen Zufahrten über private Wege – sollten weiter angegangen werden.
Wir freuen uns, dass diese Themen in einem sehr sachlichen und lösungsorientierten Gespräch diskutiert werden konnten. Solche Dialoge zwischen Politik und Projektpraxis sind wichtig, damit aus genehmigten Projekten am Ende auch tatsächlich Windenergieanlagen werden.
Unsere gemeinsamen Überlegungen und konkreten Vorschläge zur Weiterentwicklung des EEG-Ausschreibungsdesigns haben wir in einem Positionspapier zusammengefasst, das diesem Beitrag beigefügt ist. Vielen Dank an SIVENTIS, badenova und Thorsten Frei für den guten Austausch. Gute Gespräche sind wichtig, entscheidend für die Windenergie im Süden sind am Ende aber konkrete Verbesserungen der Rahmenbedingungen.